Selbstwert-Coaching mit Ronny Roosen
Die Bemerkung vom Montag sagt nichts über dich, das weißt du. Trotzdem denkst du am Donnerstag immer noch daran.
Mit deinen Erfolgen läuft es andersrum. Kaum ist dir etwas gelungen, hast du schon erklärt, warum es eigentlich Glück war.
Verstanden hast du das alles längst. Dir fehlt ein Umgang damit, der auch in dem Moment klappt, in dem die Bemerkung fällt oder jemand dich lobt.
Diesen Umgang übst du im Selbstwert-Coaching, an Situationen aus deinem eigenen Alltag. Ich begleite Erwachsene, die Kritik lange mit sich herumtragen und Gelungenes schnell kleinreden, persönlich in 15366 Hoppegarten oder per Video.
Szenen aus ganz normalen Wochen
Deine Schwester sagt am Telefon nebenbei, du hättest dich ja lange nicht gemeldet. Abends im Bett läuft der Satz immer noch und am Dienstag formulierst du im Auto die Antwort, die du hättest geben sollen. Oder die Nachbarin grüßt im Treppenhaus nur knapp und sofort fragst du dich, was du schon wieder falsch gemacht hast.
Bei Lob funktioniert dein Gedächtnis deutlich schlechter. Gäste loben dein Essen und du zählst sofort auf, was nicht geklappt hat. Das neue Bad, für das du drei Wochenenden geopfert hast, war am Ende „halt nicht so schwer“.
Und dann sind da die Momente, in denen du Ja sagst und Nein meinst. Deine Mutter sagt am Telefon „Dann sitze ich Weihnachten eben wieder allein hier“ und du stornierst den Urlaub, den du seit Monaten geplant hast. Eine Freundin ruft um elf Uhr abends zum dritten Mal diese Woche wegen desselben Streits an, du hörst zwei Stunden zu und musst um sechs raus.
An deinem Verstand liegt das nicht.
Oft weißt du schon im selben Moment, dass die Bemerkung harmlos war oder dass du eigentlich Nein sagen wolltest. Es läuft trotzdem wieder genauso und beschäftigt dich hinterher bis zum Schlafengehen.
So sehe ich das
Viele sagen dazu Selbstbewusstsein. Ich spreche lieber von Selbstwert, weil es weniger darum geht, wie du auftrittst, und mehr darum, wie du über dich selbst urteilst. Kritik trifft jeden, mich eingeschlossen.
Der Unterschied liegt darin, ob du weißt, wie du dich danach wieder rausholst.
Wissen allein holt dich nicht raus
Ratgeber und gut gemeinte Sätze von Freunden hattest du vermutlich schon reichlich. Sie erklären dir, warum dich eine Bemerkung trifft, und lassen dich im entscheidenden Moment trotzdem allein. Für diesen Moment brauchst du etwas, das du geübt hast, so wie du Autofahren auch nicht aus dem Handbuch gelernt hast.
Ein Fehler macht dich nicht zum Fehler
Dein Wert steht nicht bei jeder Kritik neu zur Debatte. Geht dir etwas schief, hast du einen Fehler gemacht, mehr nicht. Er sagt etwas über diese eine Sache und nichts über dich als Mensch. Umgekehrt darf Gelungenes ruhig zählen.
Nicht alles ist persönlich und nicht alles liegt an dir
Hinter dem knappen Gruß der Nachbarin steckt vielleicht ein zurückhaltender Mensch, der alle so grüßt, nicht nur dich. Oder sie hat schlicht einen miesen Tag. Die andere Seite gehört genauso dazu. Macht dich jemand dauerhaft klein, liegt das nicht nur an deiner Einstellung. Selbstwert heißt auch, berechtigte Kritik anzunehmen und respektlosen Umgang als solchen zu erkennen.
Du musst dich nicht erst großartig finden
Der erste Schritt ist kleiner, als viele denken. Du hörst auf, dich obendrein fertigzumachen, wenn ohnehin schon etwas schiefgelaufen ist. Ein freundlicher Satz über dich am Badezimmerspiegel kann kurz guttun. Am Selbstwert selbst ändert er allein nichts, dafür braucht es mehr als einen Spruch.
Dein Bild von dir ist oft älter, als du denkst
Wie du über dich denkst, hast du dir zum großen Teil nicht selbst ausgesucht. Als Kind nimmst du ungeprüft auf, was die Großen über dich sagen, und baust daraus dein Bild von dir. Hörst du oft genug „Du kannst das nicht“ oder „Stör die Leute nicht“, hältst du es irgendwann für eine Tatsache. Bei manchen kommen solche Sätze später dazu, etwa aus einer Partnerschaft, in der sie immer wieder gefallen sind.
Später prüfst du dieses Bild selten nach, gleichst aber jede neue Erfahrung damit ab. Eine Bemerkung, die zum alten Bild passt, fühlt sich deshalb wie eine Bestätigung an und wird schnell zum Urteil über dich als ganzen Menschen. Ein Lob passt nicht dazu, also findest du sofort einen Grund, warum es nicht zählt.
Mit gezielten Fragen lässt sich oft herausfinden, woher ein solcher Satz stammt. Den größten Teil der Arbeit machen wir aber an deinem Alltag heute. Dort prüfst du Stück für Stück, ob das alte Bild noch zu dem Menschen passt, der du inzwischen bist, denn das Kind von damals bist du nicht mehr.
Was sich ändern kann
Große Verwandlungen verspreche ich dir nicht. Die Veränderungen sind kleiner und du bemerkst sie selbst, mitten im Alltag.
Eine Bemerkung beschäftigt dich vielleicht noch, aber das ungute Gefühl kann nach ein, zwei Stunden schwächer werden, statt dich den ganzen Tag zu begleiten.
Situationen, die dich früher belastet haben, lässt du öfter einfach geschehen und atmest durch.
Und denkst du mal wieder „Das kann ich eh nicht“, fällt dir das schneller auf und du fragst dich, ob das heute überhaupt noch stimmt.
Einen Fehler korrigierst du, ohne dich den restlichen Abend fertigzumachen.
Nach etwas richtig Gelungenem klopfst du dir selbst auf die Schulter, ganz wörtlich, mit der Hand, statt es gleich wegzureden. Mit Angeberei hat das nichts zu tun, es steht dir einfach zu.
Das braucht allerdings Übung und alte Muster melden sich auch später noch. Neu ist dann, dass du weißt, was du in dem Moment tun kannst.
Wie Selbstwert-Coaching bei mir abläuft
Kennenlerngespräch
Du suchst dir im Online-Kalender einen Termin aus. Wir sprechen etwa 45 Minuten, meistens per Zoom, wenn nötig per Telefon, und das Gespräch kostet dich nichts. Ich will dabei zwei Dinge herausfinden: was dich gerade belastet und ob ich der Richtige dafür bin.
Deine Entscheidung
Danach entscheidest du in Ruhe, ob du weitermachen willst. Festlegen musst du dich am Ende des Gesprächs nicht.
Die Sitzungen
Wir treffen uns persönlich in 15366 Hoppegarten oder per Video. Eine Sitzung dauert 90 Minuten und kostet 145 Euro. Du buchst Sitzung für Sitzung, ein Paket gibt es bei mir nicht.
Zwischen den Sitzungen
Du bekommst kleine Aufgaben für echte Situationen aus deinem Alltag mit. In der nächsten Sitzung schauen wir gemeinsam, was geklappt hat und wo es gehakt hat.
Ich kaue dir dabei nichts vor. Die Antworten findest du selbst, ich lenke dich nur dorthin. Greift ein Weg nicht, probieren wir einen anderen. Das klingt erst mal anstrengender als ein fertiger Ratschlag. Dafür kannst du dich am Ende auch ohne mich wieder rausholen, weil du die Lösung selbst gefunden hast.
Über mich
Angefangen hat es mit einer Beobachtung. Mir fallen im Alltag immer wieder Menschen auf, die viel weniger von sich halten, als sie draufhaben. Zuerst habe ich das bei Leuten bemerkt, die beruflich mit Kunden zu tun haben, inzwischen sehe ich es überall. Jedes Mal denke ich: Dem müsste man doch zeigen können, was er wert ist.
Von oben herab rede ich dabei nicht. Ich ertappe mich selbst noch oft dabei, Kritik persönlich zu nehmen, wenn auch nicht immer. Ich habe aber gelernt, mich da schnell wieder rauszuholen. Das kannst du auch und daran arbeiten wir im Coaching.
Seit 2023 bin ich zertifizierter Life-Coach nach QRC-Standard. Meistens merke ich schnell, worum es geht, und sage das dann auch direkt. Die Weisheit mit dem Löffel gefressen habe ich deshalb nicht.
Und ich finde, du darfst dich selbst ernst nehmen, das Leben aber nicht ganz so ernst, wie es sich gerade anfühlt.
Wie andere mich als Coach erleben
„Ich habe Ronny als sehr sympathischen und humorvollen Coach kennengelernt. Durch die ideale Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Witz schafft er es schnell ein Bewusstsein für das tatsächliche Problem des Klienten aufzubauen. Die gemeinsam erarbeiteten Strategien zum Lösen des Problems funktionieren. Definitiv zu empfehlen.“
Lena E.
„Ronny ist ein sehr einfühlsamer Coach, der die Menschen mit seiner Art, seinem Humor und seinem Wissen in den Bann zieht. Spielend leicht bringt er die Menschen in die Reflexion und erarbeitet mit ihnen zusammen machbare Lösungen. Einfach genial.“
Jens K.
„Ronny hat mir enorm geholfen. Mit seiner empathischen und professionellen Art hat er mir gezeigt, wie ich meine Beziehungen verbessern und mein Selbstvertrauen stärken kann. Dank seiner Unterstützung habe ich neue Perspektiven gewonnen und positive Veränderungen in meinem Leben erzielt. Seine Herangehensweise ist inspirierend, manchmal ‚einen Tritt in den Hintern‘ aber effektiv.“
Andy G.
Wofür Coaching nicht da ist
Coaching ersetzt keine Psychotherapie. Wenn hinter deinem Thema mehr steckt, als ein Coaching auffangen kann, sage ich dir das offen.
Bei anhaltender starker Belastung ist ein Arzt oder Psychotherapeut der richtige Weg.
In einer akuten Krise wartest du bitte nicht auf einen Termin bei mir.
Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar, in Deutschland unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123, in Österreich unter 142 und in der Schweiz bei der Dargebotenen Hand unter 143. Im Notfall wählst du in Deutschland die 112, in Österreich und der Schweiz die 144.
Häufige Fragen
Ist mein Thema überhaupt groß genug für ein Coaching?
Eine Mindestgröße gibt es nicht. Beschäftigt dich etwas immer wieder und kommst du allein nicht raus, reicht das als Grund für ein Gespräch. Ob ich der Richtige dafür bin, klären wir im Kennenlerngespräch. Bin ich es nicht, sage ich dir das offen.
Bleibt das, was ich erzähle, unter uns?
Ja, Verschwiegenheit steht bei mir an erster Stelle. Was du in den Sitzungen erzählst, bleibt zwischen uns und das halten wir auch im Vertrag fest. Du kannst also offen reden, auch über Dinge, die dir peinlich sind. Musst du aber nicht, denn du redest sowieso nur über das, worüber du auch reden möchtest.
Müssen wir über meine Kindheit reden?
Das musst du nicht und eine Reise in die Kindheit mache ich mit dir auch nicht. Manchmal hilft es aber zu wissen, woher ein Satz wie „Ich störe“ kommt, und das finden wir mit gezielten Fragen heraus. Stoßen wir dabei auf etwas wirklich Schweres, sage ich dir das offen. Dann gehört es zu einem Psychotherapeuten und nicht ins Coaching.
Was, wenn ich wieder ins alte Muster rutsche?
Das gehört dazu und heißt nicht, dass das Coaching nichts bringt. Erzähl mir in der nächsten Sitzung davon, dann nehmen wir uns genau diese Situation vor und schauen, wo es gehakt hat.
Wie lange dauert ein Selbstwert-Coaching?
Ganz ehrlich, festlegen lässt sich das nicht. Manche haben den Dreh nach wenigen Sitzungen raus, andere brauchen länger und beides ist in Ordnung. Versprechen wie „In vier Wochen bist du ein neuer Mensch“ hörst du von mir nicht. Weil du Sitzung für Sitzung buchst, entscheidest du selbst, wann es für dich reicht.
Der erste Schritt dauert 45 Minuten
Mein Ziel ist, dass du aufrecht und mit gesundem Selbstwert durch die Welt gehst. Ein knapper Gruß wirft dich dann nicht mehr den ganzen Tag aus der Bahn und was dir gelungen ist, darf bleiben.
Anfangen kannst du mit einem Gespräch, das dich nichts kostet und zu nichts verpflichtet.
Du suchst dir im Kalender einen freien Termin aus und bekommst eine Bestätigung per Mail. Wir sprechen per Zoom oder, wenn dir das lieber ist, am Telefon.