Wie läuft ein Coaching ab? So arbeiten wir an deinem Selbstwert
Vermutlich weißt du ziemlich genau, was mit dir los ist. Die merkwürdige Bemerkung einer anderen Person sagt nichts über dich aus, das ist dir klar, und trotzdem denkst du drei Tage später noch daran. Das Lob für dein Essen am Samstag hast du dagegen schon beim Abräumen kleingeredet. Auf die Frage „Wie läuft ein Coaching ab?“ bekommst du hier eine ehrliche Antwort, von der ersten Sitzung bis zu dem Punkt, an dem Coaching aufhört.
Mit noch mehr Wissen kommst du da nicht raus. Das Wissen ist ja vorhanden, es meldet sich nur immer einen Tag zu spät. Im Selbstwert-Coaching üben wir, was du in dem Moment tun kannst, in dem die Bemerkung fällt oder ein dein Erfolg mal wieder nicht zählen soll. Ich bin zertifizierter Life-Coach nach QRC-Standard und begleite Erwachsene persönlich in Hoppegarten oder per Video.
Womit du zu mir kommen kannst
Im Mittelpunkt stehen Situationen, in denen dein Wert für dich plötzlich zur Debatte steht, obwohl eigentlich nur ein Satz gefallen ist. Vier Muster tauchen dabei immer wieder auf.
Eine kritische Bemerkung trägst du tagelang mit dir herum. Sie läuft im Kopf in Dauerschleife und abends legst du dir noch Antworten zurecht, die du hättest geben können.
Eigene Erfolge zählen bei dir kaum. Du hast den Geburtstag deiner Mutter organisiert und alle waren begeistert. Hinterher erzählst du vor allem von den zehn Minuten, in denen das Essen zu spät kam.
Du sagst jemanden zu, obwohl du keine Zeit hast, und ärgerst dich abends, dass du schon wieder Ja gesagt hast. Dahinter steckt oft eine innere Rechnung, nach der du erst genug bist, wenn du etwas für andere getan hast. Jedes Nein fühlt sich dann an, als wärst du weniger wert.
Reaktionen anderer nimmst du schnell persönlich. Ein Freund antwortet auf deine lange Nachricht nur mit „ok“ und du überlegst den halben Tag, was du falsch gemacht hast. Dabei schreibt er vielleicht an alle so knapp oder hat einfach einen vollen Tag.
Dein Thema muss nicht dramatisch sein, um ins Coaching zu passen. Dass es dich immer wieder Schlaf oder gute Laune kostet, ist Grund genug. Im Coaching geht es um dich als Menschen und um dein Leben, Fragen zu Karriere oder Führung gehören nicht dazu. Hängt dir die Bemerkung eines Kollegen bis ins Wochenende nach, hat das trotzdem Platz, weil dasselbe Muster dann meistens auch zu Hause mitläuft.
So läuft ein Coaching bei mir ab
Wir arbeiten an dem Thema, das dich schon länger begleitet, zum Beispiel dass dich Kritik aus der Bahn wirft oder dass du dich insgeheim für nichts wert hältst. Das zieht sich häufig über mehrere Sitzungen und manchmal knüpfen wir einfach dort an, wo wir beim letzten Mal aufgehört haben. Für die einzelne Sitzung suchen wir uns trotzdem ein Ziel, das klein genug ist, um es zu bearbeiten.
Zu groß
„Ich will meinen Selbstwert stärken“
Passt gut
„Wenn jemand etwas an mir kritisiert, möchte ich prüfen können, was dran ist, ohne mich gleich insgesamt abzuwerten“
Hinterher merkst du dann auch, ob sich daran etwas getan hat.
Eine Sitzung in fünf Schritten
Das Ziel
Meistens legen wir am Anfang fest, was am Ende für dich klarer sein soll.
Die Situation
Dann hilft eine Situation aus deinem Alltag, an der sich das Thema gut zeigt, mal eine neue und mal noch die von letzter Woche.
Der Satz über dich
Wir suchen den Satz, den du dabei über dich denkst, und nehmen ihn unter die Lupe. Dafür bringe ich viele erprobte Methoden mit und suche die aus, die zu deiner Herausforderung passt.
Die neue Reaktion
Danach probieren wir eine neue Reaktion aus.
Die Aufgabe
Zum Schluss nimmst du eine kleine Aufgabe bis zum nächsten Termin mit.
Wie viel Raum jeder Teil bekommt, lässt sich vorher nicht festlegen, weil das von deiner Herausforderung abhängt. Greift ein Weg nicht, probieren wir einen anderen, Menschen funktionieren eben unterschiedlich. Kommst du an dem Tag mit etwas ganz anderem, als wir geplant hatten, arbeiten wir daran. Für den Schluss nehmen wir uns aber immer Zeit, weil du nicht aufgewühlt aus der Sitzung gehen sollst.
Zwei Fragen kommen dabei immer wieder vor
Was wurde wirklich gesagt?
Eine Bekannte probiert beim Kaffeetrinken deinen Kuchen und sagt: „Der ist diesmal ziemlich trocken.“ In deinem Kopf wird daraus innerhalb von Sekunden: „Ich krieg aber auch gar nichts hin.“ In der Sitzung klären wir zuerst, was sie wirklich gesagt hat. Sie hat über den Kuchen gesprochen, über dich hat sie kein Wort verloren.
Die zweite Frage lautet
„Wie würdest du mit jemandem reden, den du magst und dem gerade dasselbe passiert ist?“
Deiner besten Freundin würdest du einen trockenen Kuchen nie als Beweis für ihre Unfähigkeit auslegen und an diesem Unterschied setzen wir an.
Klar schauen wir uns auch an, was du gut kannst. Das allein reicht aber nicht. Manche Leute finden sich nur dann in Ordnung, wenn sie gerade etwas geschafft haben. Für sie wird eine Liste mit ihren Stärken schnell zur nächsten Prüfung, nach dem Motto „Jetzt muss ich auch beweisen, dass das stimmt“.
Darum schauen wir genauso hin, wie du mit dir redest, wenn etwas schiefgeht oder du einen Tag hast, an dem kaum was klappt. An solchen Tagen zeigt sich nämlich, was du dir wirklich wert bist.
Welchen Weg wir dafür gehen, suche ich passend zu dir aus. In meiner Ausbildung habe ich fast alle gängigen Coaching-Werkzeuge gelernt. Greift ein Weg nicht, probieren wir einen anderen, Menschen funktionieren eben unterschiedlich.
Was zwischen den Sitzungen passiert
Ein großer Teil der Arbeit läuft zwischen den Terminen. In der Sitzung verstehst du, was in dir abläuft, aber die Bemerkung am Montag kommt ohne Vorwarnung und dann muss das Neue sitzen. Die Aufgabe vom Ende der Sitzung bringt das Neue darum in eine echte Situation. In der nächsten Sitzung werten wir gemeinsam aus, was passiert ist und was du daraus lernst.

Kostenlos dabei
Dein Workbook für die Tage dazwischen
Für die Zeit zwischen den Terminen bekommst du in der ersten Sitzung ein Workbook von mir, also ein Arbeitsheft mit 17 Übungen. Es kostet dich nichts extra und du arbeitest damit, wann und wie oft du willst. Du kannst es ausdrucken und mit dem Stift ausfüllen oder direkt am PC reintippen.
Die Übungen drehen sich um dieselben Themen wie das Coaching, also um Kritik, die hängen bleibt, Erfolge, die nicht zählen, das Nein sagen und dein Bild von dir. Für die schwachen Momente gibt es außerdem einen Notfallzettel, den du dir zum Beispiel an den Kühlschrank hängen kannst.
Was du reinschreibst, liest niemand mit. Ob du etwas davon in der Sitzung ansprichst, entscheidest du allein.
Rutschst du zwischendurch ins alte Muster, ist nichts kaputt. Die Situation bringst du einfach mit, an so einem Rückfall lernst du manchmal mehr als an einer Woche, in der alles glattlief. Alte Muster melden sich auch nach dem Coaching noch, das sage ich dir lieber gleich. Mit Übung wird das ungute Gefühl aber schneller schwächer, vielleicht nach ein, zwei Stunden statt nach drei Tagen.
Vorher
drei Tage
↓
Mit Übung
ein, zwei Stunden
Wie ich arbeite
Fragen statt fertiger Ratschläge
Fertige Ratschläge bekommst du von mir selten. Ich stelle Fragen und lenke, die Antwort findest du selbst. Am Anfang ist das anstrengender als ein guter Tipp, das gebe ich zu. Eine Antwort, die du selbst gefunden hast, hast du allerdings auch dann parat, wenn ich nicht danebensitze. Mein Ziel ist, dass du dich irgendwann ohne mich wieder rausholst.
Direkt
Erkenne ich etwas, sage ich es dir direkt, ohne lange drumherumzureden. Die Weisheit mit dem Löffel gefressen habe ich trotzdem nicht und liege auch mal daneben.
Mit Humor und Anstoß
Humor gehört für mich dazu, weil du dich ernst nehmen darfst, das Leben aber nicht so ernst nehmen musst, wie es sich gerade anfühlt. Und manchmal braucht es einen Anstoß, wenn du in die falsche Richtung abbiegst. Mit Runtermachen hat so ein Anstoß nichts zu tun.
Auf Augenhöhe
Das Muster kenne ich übrigens von innen. Ich ertappe mich immer noch dabei, Kritik persönlich zu nehmen, habe aber Wege gefunden, mich sehr schnell wieder rauszuholen. Von oben herab rede ich mit dir also nicht.
Was meine Klienten über die Zusammenarbeit sagen
„
Ich habe Ronny als sehr sympathischen und humorvollen Coach kennengelernt. Durch die ideale Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Witz schafft er es schnell ein Bewusstsein für das tatsächliche Problem des Klienten aufzubauen. Die gemeinsam erarbeiteten Strategien zum Lösen des Problems funktionieren. Definitiv zu empfehlen.“
Lena E.
„
Ronny ist ein sehr einfühlsamer Coach, der die Menschen mit seiner Art, seinem Humor und seinem Wissen in den Bann zieht. Spielend leicht bringt er die Menschen in die Reflexion und erarbeitet mit ihnen zusammen machbare Lösungen. Einfach genial.“
Jens K.
„
Ronny hat mir enorm geholfen. Mit seiner empathischen und professionellen Art hat er mir gezeigt, wie ich meine Beziehungen verbessern und mein Selbstvertrauen stärken kann. Dank seiner Unterstützung habe ich neue Perspektiven gewonnen und positive Veränderungen in meinem Leben erzielt. Seine Herangehensweise ist inspirierend, manchmal ‚einen Tritt in den Hintern‘ aber effektiv.“
Andy G.
Der Rahmen auf einen Blick
Der erste Schritt
Das Kennenlerngespräch
Bevor du dich für ein Coaching entscheidest, sprechen wir etwa 45 Minuten miteinander, meistens per Zoom, wenn nötig per Telefon. Das Gespräch kostet nichts und den Termin suchst du dir direkt im Online-Kalender aus. Ich will darin zwei Dinge herausfinden: was dich zu mir führt und ob ich mit meiner Erfahrung der Richtige dafür bin. Bin ich es nicht, sage ich dir das gleich im Gespräch und nehme dich nicht trotzdem an.
Deine Fragen haben dort genauso Platz, auch ganz direkte wie „Wie läuft so ein Coaching bei dir eigentlich ab?“. Ob du mit mir arbeiten willst, entscheidest du danach in Ruhe, direkt im Gespräch oder später per E-Mail.
Wo Coaching aufhört
Coaching ersetzt keine Psychotherapie. Wenn hinter deinem Thema mehr steckt, als ein Coaching auffangen kann, sage ich dir das offen. Bei anhaltender starker Belastung ist ein Arzt oder Psychotherapeut der richtige Weg.
Geht es dir gerade richtig schlecht, warte bitte nicht auf einen Termin. Die Telefonseelsorge erreichst du in Deutschland unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123, in Österreich unter 142 und in der Schweiz bei der Dargebotenen Hand unter 143. Im Notfall wählst du 112 in Deutschland und 144 in Österreich und der Schweiz.
Mitbringen musst du nur deine Herausforderung
Viel vorbereiten musst du für das Kennenlerngespräch nicht. Es reicht, wenn du weißt, warum du über ein Coaching nachdenkst und welche Herausforderung dich schon länger beschäftigt. Wahrscheinlich sind dir beim Lesen schon mehrere Situationen eingefallen, in denen sie dich wieder erwischt hat.